Im Eilschritt ins Halbfinale Werders Tischtennis-Team besiegt Würzburg mit 3:0

"Wahnsinn", freute sich Sascha Greber. "Das ist ein Riesending." In der Tat. Was den Teamchef des Bremer Tischtennis-Erstligisten so in Verzückung geraten ließ, werden Chronisten jetzt - neben den beiden Aufstiegen in die erste Liga - als den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der Tischtennis-Abteilung des SV Werder bezeichnen.

Zum ersten Mal steht die Bremer Mannschaft in einem Halbfinale um den Deutschen Tischtennis-Pokal.Möglich gemacht haben dies gestern Abend vor nur 100 Zuschauern in der Werder-Halle die Herren Keen, Kishikawa und Hielscher. Bremens Star-Ensemble schlug das Trio von Müller Würzburg unerwartet deutlich mit 3:0. "Mal sehen, was jetzt für uns im Halbfinale drin ist", meinte Sascha Greber. "Hauptsache, wir treffen nicht gleich auf Düsseldorf."

Ausgetragen wird das Halbfinale und Finale - zu neudeutsch Final Four - am 8. Dezember im westfälischen Hamm.Werders Sieg gegen Würzburg, es war auch ein Sieg über die Angstgegner. Denn sowohl Kishikawa gegen Tan, als auch Keen gegen Keinath mussten lange auf einen Sieg gegen diese Gegner warten. " Es war ein Sieg der Willensstärke", meinte Greber später. "Das wird der Mannschaft Selbstvertrauen für die kommenden Spiele in der Liga geben." Und den drei Werderanern natürlich auch für die heute beginnenden German Open im AWD-Dome (siehe nebenstehden Zeitplan). Denn der Niederländer Trinko Keen, der Japaner Seya Kishikawa und der deutsche Nationalspieler Lars Hielscher müssen ab heute durch die Qualifikationsmühle. Doch mit den Erfolgen von gestern Abend ist den drei Bremern auch im erlesenen internationalen Feld vor der Haustür noch einiges zuzutrauen.

Michael Thurm, Weser-Kurier