Von: Florian Schwarz
Alles
war vorbereitet für einen gelungenen Auftakt in der DTTL. Etwa 400 Zuschauer
wollten die Saisoneröffnung in der neuen Werder-Halle live erleben. Viele
kleine und große Gäste nutzten die Möglichkeit, nach dem kurz vorher zu Ende
gegangenem Jubiläumsturnier der Abteilung, ein Bundesliga-Duell hautnah zu
verfolgen. Die Anreise hatte sich gelohnt, fast dreieinhalb Stunden boten beide
Mannschaften teilweise atemberaubendes Tischtennis. Dass dennoch viele
enttäuscht die Halle verließen, lag unter anderem am starken Gast, denn der TTC
Zugbrücke Grenzau entführte durch den Sieg im Abschlussdoppel beide Punkte aus Bremen.
Chancen
für einen anderen Ausgang waren dabei reichlich vorhanden. Alleine Jens Lundquist, der am Sonntag seinen 31. Geburtstag feierte,
hatte in seinem Match gegen den Österreicher Robert Gardos
bei einer 7:2 Führung im entscheidenden Satz alle Trümpfe in der Hand. Der für Grenzau spielende Österreicher drehte jedoch die Begegnung,
statt der erstmaligen Führung sahen sich die Werderaner
wieder mit einem Rückstand konfrontiert.
Bereits
zuvor hatte Lars Hielscher mit einer unglaublichen Energieleistung für den
zwischenzeitlichen Ausgleich der Begegnung gesorgt. Nach einem Blitzstart
seines Kontrahenten Kenji Matsudaira
(11:1 im ersten Satz) zeigte Hielscher seine Kämpferqualitäten und fightete
verbissen um jeden Ball. Mit deutlich aggressiverem Spiel erkämpfte sich der Werderaner einen vielumjubelten
5-Satz-Sieg und sorgte für den ersten grün-weißen Punktgewinn in der neuen
Saison.
Zum
Auftakt der Begegnung stand der Neu–Bremer Adrian Crisan gegen den Polen Lucjan Blaszczyk
an der Platte. Trotz einer 3:0 Führung war Crisan die
Nervosität deutlich anzumerken, nach verlorenem ersten Satz ging der zweite
Durchgang in Rekordtempo ebenfalls an den Gast. Blaszczyk
gewann mit jedem Ballwechsel an Sicherheit, ein stark verbesserter Crisan hatte deshalb auch im dritten Satz die
entscheidenden Punkte gegen sich.
Seine
wahre Klasse ließ Crisans in seiner zweiten Begegnung
dagegen richtig aufblitzen. Im Duell gegen Kenji Matsudaira fand der Rumäne deutlich besser ins Spiel,
gerade im zweiten Satz begeisterte der Neuzugang seine Fans. Verdienter Lohn
war ein 3:1 Sieg, das Doppel musste für die Entscheidung zwischen den
Kontrahenten sorgen.
Beide
Mannschaften mussten auf eine neue Doppelformation zurückgreifen, das Ergebnis
fiel jedoch äußerst unterschiedlich aus. Das Duo aus dem Brexbachtal
ging von Beginn an in die Offensive und ließ dem Bremer Doppel Hielscher /
Lundquist wenig Raum zur Entfaltung. Somit entstand eine einseitige
Partie, die dann auch klar in drei Sätzen an die Gäste aus Grenzau ging.
Trotz der unnötigen Niederlage müssen die Werderaner
gleich wieder hochkonzentriert an die nächsten Aufgaben gehen. Bereits am
Freitag geht es für die Grün-Weißen zum haushohen Favoriten nach Düsseldorf,
gegen die Borussia muss alles für eine Überraschung
stimmen. Die Begegnung startet ab 19 Uhr im Düsseldorfer ARAG Center Court.
SV Werder Bremen - TTC Zugbrücke Grenzau 2:3
Adrian Crisan - Lucjan Blaszczyk
0:3 (8:11, 2:11, 10:12)
Lars Hielscher - Kenji Matsudaira
3:2 (1:11, 11:6, 8:11, 10:12, 11:7)
Jens Lundquist - Robert Gardos
2:3 (4:11, 11:5, 2:11, 11:9, 8:11)
Adrian Crisan - Kenji Matsudaira 3:1 (11:9, 14:12, 8:11, 11:9)
Jens Lundquist / Lars Hielscher - Robert Gardos / Lucjan Blaszczyk 0:3
(6:11, 9:11, 9:11)