Wieder einmal war es an
Spannung kaum zu überbieten, leider jedoch mit einem unglücklichen Ende.
Werders Tischtennis-Profis mussten sich dem TTC Zugbrücke Grenzau
mit 2:3 geschlagen geben, die Entscheidung fiel im letzten Satz des letzten
Spiels, den die Gäste mit 11:9 für sich entscheiden konnten. In der Tabelle
rutschen die Grün-Weißen somit wieder auf vorletzten Tabellenplatz.
Es war die bisher wohl beste
Vorstellung der Werderaner vor heimischem Publikum,
über dreieinhalb Stunden kämpften Lundqvist und Co.
gegen die favorisierten Grenzauer um den Sieg.
Dementsprechend groß war die Enttäuschung nach dem verlorenen Schluss-Doppel.
Der Sieg war greifbar nah, letztendlich mussten sich die Hanseaten den ebenfalls
leidenschaftlich kämpfenden Gästen geschlagen geben. "Es ist sehr schade,
dass wir uns nicht für die Leistung belohnen konnten. Wenn einem zwei Punkte
zum Sieg fehlen, ist es natürlich tragisch, dennoch können wir auf diese
Leistung aufbauen", resümiert Cristian Tamas den Verlauf der Begegnung.
Wie schon beim Auswärtssieg in
Hanau wog der Verlauf der Begegnung hin und her. Die Rheinland-Pfälzer gingen
zunächst in Führung, Lucjan Blaszczyk bezwang Jens Lundqvist in vier Sätzen. Lundqvist
konnte den ersten Satz zunächst für sich entscheiden, ließ sich durch diverse
Kantenbälle, Netzroller und einer strittigen Schiedsrichterentscheidung aber
immer mehr aus dem Konzept bringen. Der Ausgleich folgte auf der Stelle, der
immer stärker werdende Lars Hielscher konnte den Weltranglisten-31. Patrick
Baum ebenfalls in vier Sätzen besiegen. Mit einem Unentschieden ging es in die
Pause, bereits hier zeichnete ein knapper Verlauf des weiteren Nachmittages ab.
In der dritten Partie stand
ein rein japanisches Duell auf dem Programm, die etwa 400 Zuschauer bekamen bei
der Begegnung Takakiwa gegen Matsudaira
absolutes Spitzentischtennis geboten. Trotz kämpferischer und spielerischer
Höchstleistung verlor „Taku“ in fünf Sätzen, der
ebenfalls unglaublich stark spielende Matsudeira konnte
somit die erneute Führung für sein Team erzwingen. Für den erneuten Ausgleich
sorgte Jens Lundqvist, der Schwede ließ gegen Patrick
Baum wenig zu und „revanchierte“ sich für seine Auftaktniederlage mit einem
souveränen Vier-Satz-Sieg. Somit stand es 2:2, das abschließende Doppel musste
die Entscheidung bringen.
Das grün-weiße Duo Lars
Hielscher / Taku Takakiwa ging
selbstbewusst ans Werk, schon am letzten Spieltag konnten die beiden für den entscheidenden
Sieg sorgen. Mit Lucjan Blaszczyk und Kenji Matsudaira standen zwei
bereits im Einzel erfolgreiche Spieler am Tisch, und das Grenzauer
Doppel sollte auch für den finalen Punkt in der Begegnung sorgen. In der
hochdramatischen Begegnung wechselte die Führung immer wieder, nach 2:1-Führung
mussten die Grün-Weißen sich jedoch noch mit einer Niederlage in fünf Sätzen
abfinden. Im fünften Satz stand es bereits 9:9 ehe die Gäste mit zwei
entscheidenden Punkten unglückliche Werderaner
zurückließ. Team-Manager Sascha Greber war die
Enttäuschung anzumerken: „Wir wussten, dass wir gegen spielstarke Grenzauer nur wenige Möglichkeiten haben, die
entscheidenden Punkte zu machen. Es ist dann natürlich umso ärgerlicher, dass
wir uns die Möglichkeit für einen Sieg erarbeitet - sie aber nicht nutzen
konnten. Dennoch müssen wir optimistisch bleiben, auf diese Leistung können wir
durchaus aufbauen.“ Die nächste Aufgabe wird dabei garantiert nicht leichter:
Am 27. Februar reisen die Hanseaten zum Spitzenreiter nach Fulda.
Die Ergebnisse:
Jens Lundqvist
- Lucjan Blaszczyk 1:3 (11:6,
Lars Hielscher - Patrick Baum
3:1 (5:11, 11:7, 11:7, 11:6)
Taku Takakiwa - Kenji Matsudaira 2:3 (11:6,
Jens Lundqvist
- Patrick Baum 3:1 (11:9,
Taku Takakiwa /
Lars Hielscher - Lucjan Blaszczyk / Kenji Matsudaira 2:3 (9:11,