Auf der Zielgeraden zum Titelgewinn

Landesligist NTV gibt sich weiterhin keine Blöße und bezwingt auch Midlum und Hanstedt im Schnelldurchgang

 

Bremen-Rönnebeck. Der Meistersekt kann allmählich durchgekühlt werden. Der Neurönnebecker TV blieb in der Tischtennis-Landesliga Lüneburg der Herren auch in den Saisonspielen Nummer 13 und 14 ohne Punktverlust und eilt dem Titel sowie dem damit verbundenen Verbandsliga-Aufstieg weiterhin mit Siebenmeilenstiefeln entgegen.

 

Sollte sich die NTV-Serie fortsetzen und sich der TSV Lamstedt als einziger verbliebener Verfolger (25:3 Punkte) keine Blöße geben, dann würden die Nordbremer am Sonnabend, 27. März, beim Schlusslicht TuS Zeven ihr Meisterstück machen. „Vielleicht klappt es ja auch schon etwas früher“, käme es NTV-Manager Gerhard Richter nicht ganz ungelegen, wenn Lamstedt doch noch den einen oder anderen Zähler liegen lassen würde und der Aufstieg in eigener Halle gefeiert werden könnte.

 

Dass der NTV nicht gewillt ist, auf dem Weg zum Titel irgendwo ein Pünktchen abzugeben, bewies er jetzt bei den glatt mit 9:1 beziehungsweise 9:2 gewonnenen Heimspielen gegen den TSV Midlum und MTV Hanstedt.

 

Neurönnebecker TV – TSV Midlum 9:1:

Als „kurz und schmerzlos“ bezeichnete Gerhard Richter den ersten Punktspiel-Akt des vergangenen Wochenendes gegen eine Mannschaft, die immerhin Tabellendritter ist. Doch da der Zug nach oben längst abgefahren ist und nach unten keine Gefahr besteht, traten die Gäste laut Richter „nicht richtig motiviert an“. Das verlorene Doppel von André Stang und Joshua Webb sowie zwei weitere Satzgewinne in den Einzeln waren somit die bescheidene Ausbeute des Gastes, der für die Anreise fast länger benötigte als für den sportlichen Vergleich.

 

Neurönnebecker TV – MTV Hanstedt 9:2:

Im Gegensatz zu den Spielern des TSV Midlum kämpften die abstiegsbedrohten Hanstedter um jeden Ball, erreichten aber unter dem Strich auch nicht bedeutend mehr. Einen der beiden Punkte gab Anton Depperschmidt ab, der damit auch seine erste Rückrundenniederlage kassierte. „Er hatte nicht seinen besten Tag erwischt“, erklärte Gerhard Richter.

 

Einmal mehr als Mister Zuverlässig spielte Depperschmidts Paarkreuz-Partner Dimitri Reder in der Mitte auf. Der Defensivspezialist weist jetzt eine 15:0-Bilanz auf und hat die Wadenverletzung, die ihn vor zwei Wochen im mit 9:2 gewonnenen Derby gegen die TSV Farge-Rekum behinderte, überwunden. „Als Physiotherapeut ist er bei sich selbst ja in besten Händen“, meinte Gerhard Richter, der aber trotzdem nicht seine beste Besetzung aufbieten konnte.

 

Für den verhinderten Joshua Webb aus dem unteren Paarkreuz rückte mit Sergej Jochim ein Debütant ins Landesliga-Team. Jochim, der ansonsten in der zweiten Mannschaft um Stadtliga-Punkte kämpft, büßte den zweiten Zähler ein. „Es ist schon ein großer Unterschied“, merkte Gerhard Richter an, dem nicht nur der Aufstieg der ersten Mannschaft am Herzen liegt: „Es ist wichtig, dass die Zweite hinterher kommt.“ Und genau danach sieht es nach derzeitigem Stand auch aus, denn der NTV II ist nach zwölf von 18 Spieltagen Spitzenreiter.

 

 

von Jens Pillnick - Die Norddeutsche Sport vom Dienstag 23.02.2010