Reflexionen zwischen Re-Start und „vierter Welle“

Geschrieben am 27.08.2021

Wenige Tage vor Beginn der neuen Saison steigen die Infektionszahlen erneut.

Das Robert-Koch-Institut spricht von der vierten Welle der Corona-Pandemie.

Die Hoffnung im Frühjahr 2020, der Spuk werde alsbald ausgestanden sein, hat sich nicht erfüllt. Inzwischen ist genug Impfstoff vorhanden, allerdings gibt es immer noch 30 Millionen Ungeimpfte.

Bei uns im Vereinsheim erklärte einer, Ungeimpfte müssten vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden. Ein anderer verlangte, Ungeimpfte sollten zum Jahresende 100 TTR-Punkte abgezogen bekommen. Ernsthaft? Vielleicht. Auf jeden Fall beweisen diese Äußerungen, dass große Sorge herrscht.

Ich bin derzeit in Bremen (nicht in der Toscana) und fühle mich auch sonst ganz wohl. Auch bin ich nicht der einzige, bei dem dank COVID vieles nicht so läuft wie geplant. Und die neue Saison? Ich möchte noch nicht jammern. Ich schaue

mir die Situation an, mit einem Mix aus Zuversicht, Sorge und neugieriger Erwartung.

Die Bedrohung durch Corona einerseits und der Glaube an eine tolle neue

Saison andererseits führen mich zu Ludwig Uhland (1787 – 1862) und zu seinem wunderbaren Gedicht

Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,

Sie säuseln und weben Tag und Nacht,

Sie schaffen an allen Enden.

O frischer Duft, o neuer Klang!

Nun, armes Herze, sei nicht bang!

Nun muss sich alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,

Man weiß nicht, was noch werden mag,

Nun, armes Herz, vergiß der Qual!

Nun muss sich alles, alles wenden.

 

So hoffe auch ich inständig, dass sich der Satz “Nun muss sich alles, alles wenden“ im guten Sinne bald erfüllen wird.

(Rudolf Alfani)