Geschrieben am 04.04.2026
Im Zeitalter des Power-Tischtennis ist Florian Bluhm ein Widerständler: ein Abwehrspieler, der dem Angriffstrend trotzt – wie das gallische Dorf aus den Asterix-Comics gegen die Übermacht der Römer. Zu den Deutschen TT-Finals nach Erfurt (4. – 7. Juni) reist der 29-jährige gebürtige Karlsruher in Diensten des 1. FC Köln mit einem leisen Medaillenwunsch.
Erfurt. Wer heute in der Tischtennis-Weltspitze bestehen will, greift an – früh, hart, kompromisslos. Auch Defensivasse wie die dreifache Europe-Top-16-Gewinnerin und Deutsche Einzel-Meisterin von 2018, Ying Han, haben längst zahlreiche Angriffsschläge im Repertoire. Das Ziel: Gegner oder Gegnerin soll sich niemals sicher fühlen und am besten nie in den Rhythmus finden.
Einer, der sich diesem Trend ein bisschen entgegenstellt, ist Florian Bluhm. Zwar kann der 29-jährige vom Zweitligisten 1. FC Köln angreifen, er tut es aber nur selten. Er verteidigt und ist ein klassischer Abwehrspieler auf höchstem Niveau. Und zwar so, dass es spektakulär ist. Wenn sich irgendwo bei einem Tischtennisturnier eine begeisterte Menschentraube bildet, ist nicht selten Bluhm einer der Akteure am Tisch. Bei den Deutschen Meisterschaften in Saarbrücken 2022 etwa nahm Florian Bluhm dem Weltranglisten-Zwölften Benedikt Duda zwei Sätze ab und sorgte reihenweise für grandiose Endlosballwechsel.
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Florian Bluhm
Foto: DTTB (Manfred Schillings)
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